25. August 2013

Heimgekehrt - und gleich wieder weg

  
 
Einen wunderschönen guten Sonntagmorgen!
Tja, das Wetter lässt hier in Deutschland, zumindest in Bayern, zur Zeit zu Wünschen übrig.
Wieso ich dennoch solch gute Laune habe? Na, heute geht es für mich nach Italien!
Wer kann schon bei Meer, Spaß und gutem Essen eine Schnute ziehen!
(Das gute Wetter lasse ich nun mal bewusst außen vor - die Prognosen zeigen auch für diese sonst ehr warme Gegend wechselhafte Temperaturen sogar gemischt mit Regen an...)


Vermutlich seid ihr der festen Überzeugung, ich bin nur noch unterwegs.
Einmal könnt ihr über eine Toskana-Reise lesen, dann etwas von einer Womo-Tour durch Schweden und nun auch noch Italien. Nun ja, ich muss meine restliche Zeit als Schülerin eben nutzen ;-)
Öresundbrücke - Verbindung zwischen Schwedens Südwesten und Dänemark/Kopenhagen
Nächste Sommerferien steht dann wahrscheinlich überhaupt kein oder wenn nur ein sehr kurzer Urlaub an - Grund dafür: Seminararbeit schreiben, Führerschein machen, und und und.


Deshalb genieße ich meine freie Zeit nun um so mehr!
Bereits im letzten Post habe ich euch ein bisschen meine Tour durch Schweden schmackhaft gemacht und euch auch von meinem Artikel in der Zeitung erzählt.
 

Bevor ich euch nun jede Kleinigkeit meines Urlaubes schildere (wo bestimmt dann doch die ein oder anderen einfach mal wegklicken oder auf die Tastatur sabbernd einschlafen), möchte ich euch deshalb meinen Artikel hier reinkopieren. (Am liebsten hätte ich ihn als Foto eingescannt, doch das Ganze hat nicht ganz so funktioniert, wie ich es mir vorgestellt habe..)
 
Viel Spaß nun beim Lesen!


„Trevlig semester!“ (= „Schönen Urlaub!“)
Eine Wohnmobil-Tour durch das Land der Elche
„Endlich Ferien, endlich Urlaub!“ – Doch was ist das eigentlich, Urlaub?
Viele verbringen ihre freie Zeit im Süden, sei es Italien, Kroatien oder Frankreich. Für uns Bayern klar verständlich, da diese Reiseziele nicht weit entfernt sind und zudem auch meist konstant sommerliches Wetter bieten. Also wird das Auto voll bepackt und man bricht auf zur Sonne – mit Millionen von anderen Urlaubern.
Entspannung am Strand? Nun, wer die Geräuschkulisse an einem überfüllten Strand ignorieren kann, wird damit keinerlei Probleme haben. Für die anderen bedeutet dies meist Stress. Und mal ganz ehrlich, wer will schon nicht endlich mal zur Ruhe kommen, wenn man nur so durch den Alltag hetzt?
Entschließt man sich dann mal dazu, für einen Tag auf das Dösen am Strand und Cocktailschlürfen zu verzichten, trifft man auf eine Wand. Eine Wand von purer Hitze, die einen langsamer werden lässt und jeden Schritt zur Qual macht. Also ich persönlich würde solch schweißtreibende Ausflüge dann eher von meiner Tagesordnung streichen.
Doch im Urlaub nur Herumliegen und nichts Neues vom Land entdecken? Kommt für mich nicht in Frage! Auf ewig lange Schlangen und überfüllte Plätze hatte ich ebenfalls keine Lust. Als meine Eltern dann den Vorschlag mit einer Reise nach Schweden machten, war ich sofort dabei.

Am besten kann man dieses Land mit dem Wohnmobil erkunden. Jeden Tag woanders – es gibt einiges zu entdecken! So viel, dass wir uns auf Südschweden beschränkt haben. Bei einem Urlaub mit dem Womo gilt stets: „Der Weg ist das Ziel!“. Mit dieser Einstellung war die lange Anfahrt nur halb so schlimm. Anstatt einfach durch zu hetzen, haben wir auch mal Halt zum Baden gemacht und es ruhig angehen lassen. Nach der Fährenüberfahrt von Travemünde nach Trelleborg, ging unser Abenteuer los. Wir haben beispielsweise das hübsche Ystad besichtigt, das so manch einer von den berühmten Wallander Krimis kennt, haben bei Räuchereien frischen Fisch gegessen und waren mit einzigartiger Sicht auf die Ostsee in dem Nationalpark Stenshuvud spazieren. Doch auch das Baden kommt in Schweden nicht zu kurz. Es gibt unzählige Sandstrände, einer schöner als der andere. Und wer mal keine Lust auf Salzwasser hat, kühlt sich in einem der zahlreichen riesigen Seen ab.
Stets mit dabei: Das schwedische „Hej“, was hier jeder zur Begrüßung nutzt und „Hallo“ bedeutet. Anfänglich haben wir uns damit noch etwas schwer getan. Wer grüßt schon in Deutschland fremde Leute mit einem „Hey“ oder „Hi“? Doch an diese freundschaftliche und offene Art der Schweden gewöhnt man sich schnell.
Als wir in Karlskrona, einer wunderschönen Stadt auf der sogenannten Schäreninsel „Trossö“, mittags das typisch schwedische „Dagens rätt“, also Mittagsgericht, essen wollten, wurden wir mit unzähligen unbekannten Begriffen konfrontiert. Auch hier kommt uns die schwedische Art sehr entgegen. Sobald wir anfangen wollten, Stück für Stück die Bestandteile mit unserem Wörterbuch zu übersetzen, wurde uns gleich angeboten, alles auf Englisch erklärt zu bekommen. Immer wieder schwenken die Schweden auf perfektes Englisch um, kaum bekommen sie mit, dass wir der schwedischen Sprache kein bisschen mächtig sind.
Das Vorurteil mit dem schlechten Wetter stimmt übrigens nicht. Wir hatten, bis auf einen einzigen leicht regnerischen Tag, strahlenden Sonnenschein und sommerliche Temperaturen. Eigentlich haben auch wir mit etwas kühlerem Wetter gerechnet und deshalb ausreichend lange Hosen und Jacken eingepackt. Jetzt laufen wir Tag für Tag mit kurzen Hosen herum und unser Vorrat an dünner Kleidung reicht bald nicht mehr aus.
Die berühmte Postkartenidylle stimmt allerdings komplett: Überall findet man wunderschöne Holzhäuschen, die meisten in der Tat rot gestrichen mit weißen Fensterrahmen. Dieser Holzbaustil ist in Schweden sehr beliebt und es gibt unzählige wunderschöne Häuser in verschiedenen Farben, die alle so gemütlich und einladend aussehen, dass wir gar nicht mehr aus dem Schwärmen herauskommen.
Und bis auf ein paar Campingplätze an den Touristenecken, bei denen viel Trubel war, standen wir bisher stets auf wunderschönen und ruhigen Plätzen. Jetzt zum Beispiel sitze ich an unserem Tischchen vor dem Womo mit einzigartigem Blick auf den See, der keine drei Meter entfernt von uns ist. Die Sonne scheint, der Wind weht und unser Frühstück war lecker – was will man mehr an einem Ferienmorgen?
Ich möchte nun kein Land schlecht reden, aber ihr müsst zugeben, dass in den südlichen Ländern  viele Städte doch recht renovierungsbedürftig sind. Das hat natürlich auch seinen Scharm, so fern auch die Sonne scheint. Besser gefallen mir jedoch Städte, die bei jedem Wetter toll aussehen. Hier in Schweden gibt es unzählige davon. Jede Stadt ist aufgeräumt, die Häuser alle in Takt und überall findet man wunderschöne Blumentöpfe. Da macht es richtig Spaß, durch die Straßen zu schlendern.

Was bei uns jetzt noch ansteht? Wir haben gerade eine Elch-Safari hinter uns, bei der man die Elche sogar streicheln konnte, und als nächstes möchten wir ein bisschen Fahrradfahren am Göta-Kanal, Malmö besichtigen und vieles mehr.
Ich freue mich darauf, noch mehr von dem riesigen und einzigartigen Land Schweden zu entdecken!
 
kleiner Schwedisch-Sprachkurs:
SCHWEDISCH
LAUTSCHRIFT
DEUTSCH
Hej
[häj]
Hallo
Hej då
[häj doh]
Tschüss
Tack
[tack]
Danke
Förlåt
[fö’loht]
Verzeihung / Entschuldigung
Ja
[jah]
Ja
Nej
[näj]
Nein
Idag
[i’dah]
Heute
Imorgon
[i’morron]
Morgen

 
Ich hoffe, es hat euch gefallen!
Es haben natürlich nicht annähernd alle Erlebnisse in diesem Artikel Platz gefunden. Sollte jemand noch genauere Fragen bezüglich unserer (wirklich empfehlenswerten) Route haben: Keine Scheu! Einfach über das Kontaktformular die Anfrage stellen, ich werde gerne antworten :-)

 
Es ist natürlich schade, dass auf meinem Blog auf Grund meines Urlaubes nur reger Betrieb herrscht, aber keine Angst, nach den Sommerferien wird sich das wieder ändern.
Damit schließe ich diesen gigantisch lange Post endlich mal ab und sage bis bald!

Liebe Grüße,

Janne

11. August 2013

Kleines Lebenszeichen aus dem Land der Elche



Hallo zusammen!
Ich melde mich aus Schweden, tausende Kilometer von meiner Heimatstadt in Bayern entfernt.
Wie ihr bereits dem letzten Post entnehmen könnt, erkunde ich mit meinen Eltern im Womo dieses einzigartige Land. Bis jetzt sind wir begeistert!! :-)

Eigentlich ist ein Computer bei uns im Urlaub immer Tabu. Doch ich habe versprochen, einen Artikel für die Jugendseite der Tageszeitung meiner Heimatstadt zu schreiben, weshalb (das erste Mal!!) eine Ausnahme gemacht wurde.
Dieser Artikel ist nun fertig und auch abgeschickt. Natürlich lasse ich euch daran teil haben, wenn ich wieder zu Hause bin.


Jetzt möchte ich euch aber bereits kleine Einblicke in unseren Urlaub geben.

 
Die nächsten Fotos lassen dann aber leider noch auf sich warten, denn bis zum Urlaubsende ist das Tabu wieder gültig ;-)
Diese eineinhalb Wochen müsst ihr euch noch gedulden. Doch dann gibt es viel Text und noch mehr Fotos! :-)


Liebe Grüße,

Janne